NACHRUF
an den 2. Landesleiter Willy SCHREMSER
von Schriftführer Karl Lenk:

Ich wurde gebeten, einige Worte zu meinem Freund und Kameraden Willy Schremser zu sagen. Es würde aber den Rahmen dieses Nachrufes sprengen, um alles zu sagen, was mir am Herzen liegt.

Willy war ein guter Kamerad, Freund und Vorbild, ich persönlich habe sehr viel von ihm gelernt. Wir waren fast täglich in telefonischer Verbindung. Nach den Sitzungen haben wir noch einen Kaffee getrunken und die behandelten Themen besprochen. Er war oft von der Haltung einiger Kameraden enttäuscht. Auch das teilweise negative Gesprächsklima bei den Gesetzesverhandlungen, machte ihm zu schaffen. Er hatte immer die Angst, dass uns durch die Verzögerungstaktik der Gegenseite die Zeit davonläuft. Mit dieser Befürchtung hat er wohl recht behalten.

 Viele seiner und meiner Ideen konnten wir gemeinsam umsetzen, was uns nicht gelungen ist, hat uns gemeinsam traurig gemacht. Von Aufgabe war aber nie die Rede, den er war der Meinung, dass man immer gegen den Strom schwimmen muss,  bis sich dieser in die gleiche bzw. selbe Richtung dreht.

Trotz seiner schweren Krankheit hat er seine Leistung nicht gedrosselt. Ich nenne nur die Gesetzesänderung, das Infoblatt, die Jahresberichte, die Schulungsunterlagen und die zahlreichen selbst abgehaltenen Schulungen und Ausbildungen. Ich unterstützte ihn, soweit es mir möglich war.

Willy war das Hirn der NÖ Berg- und Naturwacht, er ist nicht zu ersetzen

Ich hatte das Glück, vor der Operation noch ein einstündiges Gespräch mit ihm zu führen und hatte den Eindruck, dass er zuversichtlich war. Seinen Wunsch, nicht aufzugeben, werde ich sicher erfüllen. Eine 50 - Jahrfeier ohne Willy und die Umsetzung seiner Vorschläge kann ich mir aber nicht vorstellen.

Danke für Alles Willy, ich werde Dich immer in Erinnerung behalten und versuchen, Dein Werk so gut es geht weiter zu führen. Obwohl ich kein Leistungssportler bin, werde ich - dem Motte entsprechend „geht net gibt’s net“ - gegen den Strom schwimmen. Sollte mich nicht frühzeitig dein Schicksal ereilen, wird sich der Fluss wohl umdrehen müssen.

Ich glaube nicht, dass die Kameradinnen und Kameraden der NÖ Berg- und Naturwacht anders fühlen als ich.