Wenn der Mensch in die Natur, vor allem aber in den natürlichen Lebensraum von Wildtieren massiv eingreift, sind in der Folge Probleme vorprogrammiert. Zuerst wird die Rasse ausgerottet, dann werden die Tiere nachgezüchtet und ausgewildert. Das passiert zumeist Jahrzehnte nach dem örtlich letzten Abschuss. Die in der Gegenwart lebenden Menschen kennen Wildtiere wie Bär, Wolf, Luchs, Fischotter, Biber usw. nur mehr aus Büchern oder bestenfalls Erzählungen. Die Jägerschaft möchte sie gerne abschießen, gesetzliche Bestimmungen gestatten das aber nicht immer. Es kommt dann zu Übergriffen, wie den illegalen Abschuss der Ötscherbären. Teilweise unberechtigte Angst, aber auch Unwissenheit machen den rückkehrenden Arten das Überleben fast unmöglich.
Nach dem Fischotter, der den Teichwirten zu schaffen macht, ist nun der Biber das Feindbild der in den kultivierten Naturlandschaften lebenden Menschen. Der Lebensraum der Tiere hat sich stark verändert, sie gefährden jetzt zu Teil jenen der Menschen. Was ist naheliegender, als den Abschuss zu fordern. So geschehen in Maria Anzbach, Gemeinde Neulengbach. Laut Auskunft der Naturschutzabteilung RU5, Mag. Karl Hiesberger, geschieht das aber unter Aufsicht der sogenannten Bibermanagements. Verantwortlich zeichnet die BOKU: Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft (IWJ), Gregor-Mendel-Straße33, 1180 Wien
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Österreich, 2013-03-10